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„Wir geben uns hier die Hand, statt die Faust“: 20 Jahre Prävention mit „Fit mit Row“

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Veröffentlicht am: 20.05.2026
Autor: A. Schultz

Sie trafen sich, um über 20 Jahre "Fit mit ROW" zu sprechen: Ivan Suslov (von links), ehrenamtlicher Fitnesstrainer, Vladimir Bondarenko, Eduard Hermann, Straßensozialarbeiter, Elke Bellmann, ehemalige Leiterin des Rotenburger Amtes für Jugend und Soziales, und Herbert Neumann, ehemaliger Jugendmigrationsdienst beim Diakonischen Werk.Sie trafen sich, um über 20 Jahre "Fit mit ROW" zu sprechen: Ivan Suslov (von links), ehrenamtlicher Fitnesstrainer, Vladimir Bondarenko, Eduard Hermann, Straßensozialarbeiter, Elke Bellmann, ehemalige Leiterin des Rotenburger Amtes für Jugend und Soziales, und Herbert Neumann, ehemaliger Jugendmigrationsdienst beim Diakonischen Werk. „Prävention lässt sich schwer messen“, sagt Jugendsozialarbeiter Eduard Hermann. Und trotzdem können alle Beteiligten sagen: Das Projekt „Fit mit Row“ hat ordentlich etwas bewegt. Jugendliche erleben im Fitnessraum im Keller der BBS an der Freudenthalstraße Gemeinschaft und Fitness statt Gewalt – und das seit 20 Jahren.

Zum Jubiläum treffen sich frühere und heutige Wegbegleiter direkt vor Ort, sprechen über die Anfänge und darüber, was aus dem Projekt gewachsen ist. So war beispielsweise nicht von Beginn an klar, wie gut die Erfolgsaussichten tatsächlich sind. „Das war alles Neuland. Keiner wusste, wie sich das entwickelt“, sagt Elke Bellmann. Sie war als damalige Leiterin des Rotenburger Amtes für Jugend und Soziales zum Start dabei. Genauso wie Herbert Neumann, der in den ersten Jahren des Projekts noch den Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werks vertreten hat: „Alle waren fasziniert von der Idee“, sagt er und betont die Schnelligkeit, in der sich schon zu Beginn Unterstützer fanden.

So funktioniert das Prinzip heute: Ehrenamtliche Trainerinnen und Trainer bieten in Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit der Stadt Rotenburg einen Anlaufpunkt. Im Fitnessraum können die jungen Besucher etwas für ihre Körper tun und dabei mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen über das, was beschäftigt.

Dabei fing es etwas anders an: mit Fußball. Das damals mit dem Präventionsrat gestartete Projekt zeigte schnell, dass es großen Bedarf gibt. Der Rasenplatz war flott gefüllt. Am Rande machte Vladimir Bondarenko dann ein paar Übungen mit allen, die deshalb nicht mitspielen konnten - so entstand die Idee, etwas in einem Trainingsraum zu verwirklichen.

„Wir geben uns hier die Hand, statt die Faust“, fasst der ehrenamtliche Trainer Vladimir Bondarenko zusammen, was heute als goldene Regel des Fitnessraums gilt. Dem vom Team vermittelten Motto sind Trainierende seit zwei Jahrzehnten treu. Es umreißt den Hintergedanken zum Projekt: Respekt und Aufeinanderzugehen im Gerätekeller können verhindern, dass es auf der Straße zu Gewalt kommt.

Jeder ist willkommen - eine weitere goldene Regel. „Egal, wo du herkommst, wie du aussiehst, welchem Glauben du angehörst: Hier bist du Rotenburger. Hier bist du zuhause, hier machst du keinen Scheiß“, bringt es Bondarenko auf den Punkt. Das funktioniert, das verbindet. Der Fitnessraum ist auch heute Anlaufpunkt für junge Geflüchtete unterschiedlichster Herkunft.

Was ebenfalls zusammenschweißt: Die Hürden, die im Laufe der Zeit auf das Team zukamen. Der Wasserschaden nach einer gerade erfolgten Renovierung des Raums. Die Corona-Pandemie, in der es zeitweise nur möglich war, getestet und mit Masken zu trainieren. Und nicht zuletzt als 2020 ein großer Teil der Finanzierung wegzubrechen drohte und die Stadt schließlich dafür einsprang.

Seinen Glanz hat „Fit mit Row“ auch nach 20 Jahren nicht verloren, eher im Gegenteil. Während Bürgermeister Torsten Oestmann dem Team bescheinigt, tolle Arbeit zu leisten, füllt sich im Hintergrund des Gesprächs nach und nach der Fitnessraum mit jungen Menschen, die sich an den Geräten einfinden und trainieren. Sehr zur Freude des ehrenamtlichen Trainer-Teams, denn auch ihre eigenen Kinder gehören bereits dem Trainerinnen- und Trainerstab an.

Fit mit ROW läuft. Und zwar so gut, dass bereits einige Schwestern-Projekte entstanden sind. Das Rotenburger Armwrestling, zu dem es jährlich ein Turnier gibt. Das Streetworkout „SwoRow“ auf der Calisthenicsanlage am Weichelsee. Die Teilnahme am weltweiten Klimmzugtag, bei dem Rotenburg sich nicht vor dem internationalen Vergleich scheuen musste.

Und damit nicht genug: Inzwischen ist der Fitnessraum nicht nur für Jungs und Männer interessant. Mädchen und Frauen sind dort dienstags und donnerstags unter sich. „Oft bietet der Fitnessraum für sie einen Schutzraum, einen Rückzugsort und auch einen Ort zum Austausch und zur Vernetzung. Es sind schon einige Freundschaften entstanden“, erzählt Jugendsozialarbeiterin Anne Waurich im Nachgang zum Treffen. Das Team geht auf die Bedürfnisse ein: Anne Waurich bietet regelmäßiges Yoga an, Trainerkollegin Julia veranstaltet Zirkeltraining.

Damit das Angebot für Mädchen und junge Frauen in gewohntem Umfang erhalten bleibt, sucht das Team weitere Betreuerinnen. Frauen, die etwas zum Programm beisteuern möchten, sollten Fitnesserfahrung und/oder pädagogische Erfahrung mitbringen, fasst die Jugendsozialarbeiterin zusammen.

Zusätzliches Personal könnte auch dabei helfen, die ansonsten strikte Geschlechtertrennung zugunsten eines „gemischten“ Tags pro Woche aufzuweichen. Dort können sich auch alle jungen Menschen wohlfühlen, die sich nicht einem bestimmten Geschlecht zuordnen oder nicht dem optischen Geschlechterstereotyp entsprechen. So weit die Idee. Damit die funktioniert, bräuchte es weitere Menschen, die sich einbringen.

Und auch ohne finanzielle Unterstützung geht es nicht. Damals wie heute ist das Projekt auf sie angewiesen. Das klappt ganz gut, Vereine und Institutionen helfen, und auch der Stadtrat unterstützt das Projekt immer wieder. So kann es noch eine Weile weitergehen, findet Eduard Hermann: „Es wäre schön, wenn es noch einmal 20 Jahre so gut läuft“, sagt er und lacht.

 
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