Stadtradeln-Preisverleihung 2026 in Rotenburg: Belohnungen für Höchstleistungen
Volle Stuhlreihen im Rathaus zur Preisverleihung des Stadtradelns
Volles Haus am Mittwochabend: Zur Preisverleihung fürs Rotenburger Stadtradeln 2026 stellte die Stadtverwaltung noch einige zusätzliche Stuhlreihen auf, um dem großen Interesse gerecht zu werden. Bürgermeister Torsten Oestmann führte durch das kurze Abendprogramm, unterstützt wurde er dabei von Klimaschutzmanagerin Carmen Cohrs. Das Ziel: Leistungen honorieren und somit auch für künftige Ausgaben des Stadtradelns zu motivieren.
Die Teilnehmenden haben auch 2026 wieder viel geschafft. Und auch wenn sich die Zahlen wegen der erstmals landkreisweiten Aktion schwer mit vorangegangenen Auflagen vergleichen lassen, hier ein Einblick in das, was in Rotenburg geradelt wurde: 239.908 Kilometer kamen zusammen. 1.361 Aktive haben diese in 75 Teams erreicht. Damit liegt Rotenburg wieder einmal auf Platz fünf in Niedersachsen in der Kategorie 10.001 bis 50.000 Einwohner.
Statistische Vergleiche: Geht man davon aus, die Strecke von 239.908 Kilometern wäre mit dem Auto zurückgelegt worden, entsteht durch das Radfahren ein Ersparnis von 39 Tonnen CO2. Die Kilometerleistung entspricht 83 Teilnahmen an der kompletten Tour de France, 7,3 Umrundungen der Erde am Äquator oder 19 Jahre Fahrleistung eines Autos.
Entsprechend gewürdigt wurde der Einsatz der Rotenburgerinnen und Rotenburger am Mittwochabend. Einen Rotenburger Kaffeebecher und die Chance auf einen hochwertigen Verlosungsgewinn des Klimabündnis heimste etwa Jaron Kolkmann ein. Der Rotenburger Stadtradelstar legte während des Stadtradelns vom 10. bis zum 30. Mai 768 Kilometer zurück, rechnerisch ergibt das ein CO2-Ersparnis von 126 Kilo.
Die leistungsstärksten Mitglieder des Kommunalparlaments waren Hans Eckert als Hinzugewählter im Seniorenbeirat mit 345,6 Kilometer. Ratsfrau Anke Niemeier (Grüne) legte 201 Kilometer zurück. Beide treten als Positivbeispiele auf, denn die Teilnahme der Parlamentsmitglieder könnte mit gerade einmal 10 von 56 größer sein, wie der Bürgermeister feststellte.
Mit 25.684,3 Kilometern bei 4.675 Fahrten ist die Schule am Grafel das Team gewesen, das in der diesjährigen Auflage des Stadtradelns in Summe die längste Strecke zurückgelegt hat. Auf Platz zwei liegt das Ratsgymnasium mit 23.788,4 Kilometern und 3.704 Fahrten. Platz drei sicherte sich der ADFC Rotenburg mit 12.783,3 Kilometern bei lediglich 546 Fahrten. Die Schulen und der Verein freuen sich über Geldpreise.
Um mehrfache Prämierung zu vermeiden, traten die genannten Teams im Wettbewerb um die meisten aktiven Radler nicht mit an. In dieser Kategorie setzte sich die Stadtschule Rotenburg mit 97 aktiven Radlern durch, gefolgt von den Rotenburger Werken (64) und dem Agaplesion Diakonieklinikum Rotenburg (58). Auch hier gab es Geldpreise.
Erstmals prämiert wird die höchste Kilometerleistung im Bereich der Vereine und Verbände. Dort setzte sich knapp die Heilpädagogische Kinder- und Jugendhilfe (Team „KiJuMis“) mit 8.369,1 Kilometern, dicht gefolgt von der SG Unterstedt mit 8.088,2 Kilometern.
Neben den Auszeichnungen bildeten Verlosungen einen weiteren Höhepunkt. Zweimal zwei Kombitickets fürs Ferdinands Feld Festival, fünf Rotenburger Zehner und ein Hol-ab-Gutschein im Wert von zehn Euro gingen an Teamleitungen, die zehn oder mehr Mitglieder zu verwalten hatten. Damit will die Stadt auch dieses zusätzliche Engagement würdigen.
Großen Dank spricht die Stadtverwaltung gegenüber ihren Sponsoren aus: Sie haben Preise und Verlosungsgewinne bereitgestellt und tragen somit zum Gelingen des Rotenburger Stadtradelns bei. Weiterer Dank geht an den ADFC Rotenburg, der die Stadtverwaltung mit Tourenleitung und -absicherung sowie Rat und Tat zur Seite steht. „Ohne den ADFC wäre das Rotenburger Stadtradeln so nicht denkbar“, fasst Bürgermeister Torsten Oestmann zusammen.
Carmen Cohrs und Merlinda Krasniqi, die das Rotenburger Stadtradeln aus dem Rathaus heraus organisieren, bedankten sich beim Bürgermeister für die breite Unterstützung. Zu seiner letzten Preisverleihung im Amt gab es neben einer Urkunde (Aufschrift: „Bürgermeister mit Rückenwind“) noch ein Buchgeschenk.
Die Stadt Rotenburg bedankt sich bei allen, die auch 2026 wieder beim Stadtradeln mitgemacht haben. Das Team im Rathaus freut sich bereits auf die Auflage 2027 und alle, die dabei sind!


