Naturgarten III: Neues Bestattungsangebot auf dem Waldfriedhof Rotenburg
Naturnahe Bestattung ist im Naturgarten III möglich. An den Findlingen werden später Namensplaketten befestigt.
Ein Grab am Fuße eines Baumes – viele Menschen wünschen sich einen Ort der letzten Ruhe mit Bezug zur Natur. In Rotenburg ist das schon Tradition: Auf dem Waldfriedhof an der Freudenthalstraße gibt es bereits zwei sogenannte Naturgärten. Kürzlich hat die Stadtverwaltung einen dritten fertiggestellt, sodass ab sofort 156 Urnen-Grabstellen zur Reservierung bereitstehen.
Die Ruhestätten verteilen sich um zwölf Bäume und drei Sträucher. Die Beisetzung der Urnen erfolgt kreisförmig um die Pflanzen herum. Die Bestattung ist halbanonym. Das bedeutet, dass der genaue Beisetzungsort innerhalb des Urnenfelds nicht ersichtlich ist. An prominent platzierten Findlingen ist hingegen zu sehen, wer vor Ort ruht: Plaketten in Form von Ahorn-, Efeu-, Eichen-, Buchen- oder Ginkgo-Blättern mit Namen und Lebensdaten der verstorbenen Person werden dort angebracht.
Die Vorteile dieser Bestattungsform liegen auf der Hand: Sie ist naturnah und kommt mit geringem Pflegeaufwand aus. Das schlägt sich auch im Preis nieder: Nach aktueller Friedhofssatzung kostet ein solches Grab einmalig 1.127 Euro inklusive Namenstafel und Pflege. Wer möchte, kann für seine eigene spätere Grabstelle vorsorgen – oder für die der Familie, denn auch Zweier- bis Viererstelen sind Optionen. Die Friedhofsverwaltung ist für Anfragen ansprechbar.
Wer sich von dem Angebot überzeugen möchte, kann das am besten am 13. September 2026, 11 bis 16 Uhr: Am Rotenburger Tag des Friedhofs sind örtliche Dienstleister mit Friedhofsbezug und örtliche Vereine auf dem Waldfriedhof aktiv, bieten Informationen und Programme. Auch die Friedhofsverwaltung wird vor Ort sein, Fragen beantworten und über das Bestattungsangebot aufklären.
Dabei ist sicher auch ein Blick auf die „Orte der Ruhe“ möglich, eine weitere Urnengrabanlage mit Einzel- und Doppelgräbern mit zentral gelegenen Namenstafeln.