Für den Weg zurück ins selbstbestimmte Leben: Lebensraum Diakonie unterstützt Menschen in Rotenburger Notunterkunft
Professionelle Unterstützung für Menschen, die es nicht aus eigener Kraft zurück in die Gesellschaft schaffen: Die gibt es jetzt in der Rotenburger Notunterkunft an der Ecke Hemphöfen/Wallbergstraße. Zweimal pro Woche ist ein Team bestehend aus zwei Sozialpädagoginnen und einem Heilerziehungspfleger jeweils zwei Stunden vor Ort, um den dort lebenden Obdachlosen unter die Arme zu greifen.
Möglichst niedrigschwellig soll das Angebot sein, das sich an die rund 40 dort lebenden Menschen richtet. Janette Roetmann, Amanda Lichtwark und Fabio Wolf von Lebensraum Diakonie sind in einem extra dafür hergerichteten Besprechungsraum vor Ort, um zu helfen. Olaf Hermes und Michael Rothammel freuen sich über die Aktivität der Beratungsstelle „Wohnen und Leben“: Das Duo aus dem Rathaus verwaltet die Einrichtung und hilft den Bewohnerinnen und Bewohnern im Rahmen seiner Möglichkeiten bei Alltagsangelegenheiten. Auch die Leiterin des Ordnungsamtes, Chiara Meyer, ist sehr erfreut über die positiven Gespräche mit den weiteren Trägern und die daraus entstandene Kooperation.
Langfristiges Ziel der neuen Sprechstunden ist, den Menschen in der Einrichtung den Weg zurück ins eigenständige Leben zu ebnen. Manche von ihnen wohnen aufgrund verschiedener persönlicher Probleme bereits seit Jahren in der Notunterkunft – vorgesehen sind eigentlich nur wenige Tage bis Wochen Aufenthalt.
Das Team der Beratungsstelle „Wohnen und Leben“ steht für Gespräche bereit, gibt beispielsweise Hilfestellung bei Behördenangelegenheiten und kann bei Fragen zu Job- und Wohnungssuche in die richtige Richtung weisen.
So ist auch bei der Premiere am Mittwoch bei einem Bewohner die schwierige Suche nach einer eigenen, dauerhaften Bleibe Thema. Eine andere Bewohnerin bittet um Hilfe bei einem amtlichen Schreiben. Zwischendurch wird geschnackt, es gibt Kaffee und Kuchen.
Im Zentrum steht die Beratung, aber genauso ist es möglich, auch nur mal eben ein paar Worte zu wechseln und gemeinsam ein Heißgetränk zu genießen. Wer skeptisch ist oder fremde Hilfe scheut, kann sich so an das Angebot herantasten.
Dass das Angebot nun in der Notunterkunft stattfinden kann, ist möglich aufgrund einer Kooperation von Lebensraum Diakonie e. V., Landkreis Rotenburg und Stadt Rotenburg.