Sternsinger im Rathaus: Mit Gesang gegen Kinderarbeit
„Wir kommen aus dem Morgenland“, schallt es durch das Foyer. Die Sternsinger sind im Rotenburger Rathaus und bitten die Zuhörenden melodisch „Nun lasst uns schreiben an Eure Tür!“.
Die drei Kinder, begleitet durch Pfarrer Stefan Reinecke von der katholischen Corpus-Christi-Gemeinde, machen sich dann auch ans Werk. Kreide will an den gefrorenen Ziegelsäulen vor dem Haupteingang des Rathauses nicht halten – also kommt kurzerhand der Aufkleber mit dem Segen zum Einsatz.
Und damit der Schriftzug „20*C+M+B+26“ auf der Glasscheibe auch weithin zu sehen ist, hängt er mit etwas Hilfe von Bürgermeister Torsten Oestmann über dem Zugang zum Foyer.
Auch zum Beginn von 2026 sammeln Kinder für Kinder. In diesem Jahr wenden sich die Sternsinger gegen Kinderarbeit und legen dabei den Fokus auf Bangladesch. „Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit müssen in dem südasiatischen Land noch rund 1,8 Millionen Kinder und Jugendliche arbeiten – 1,1 Millionen sogar unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen“, heißt es im Pressematerial des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Demnach setzen sich Sternsinger-Partnerorganisationen dafür ein, Kinder aus Arbeitsverhältnissen zu befreien und ihnen den Schulbesuch zu ermöglichen.
„Hier ist es selbstverständlich, dass ihr zur Schule geht“, sagt der Pfarrer in Richtung der als Könige verkleideten Kinder. Er bedauert: „Für viele Kinder in der Welt gilt das nicht“. Auch der Bürgermeister betont die Wichtigkeit dieses Engagements gegen Kinderarbeit. Und der Besuch der Sternsinger im Rathaus-Foyer ist inzwischen gute Tradition geworden: „Damit beginnt das Jahr erst richtig.“
Mehr Informationen unter https://www.sternsinger.de/sternsingen/