Kunst am Bau: Die Fußabdrücke hängen am Rotenburger Sparkassenhaus
Viele werden sie schon gesehen haben, die 36 Fliesen, die in sieben verschiedenen Farbtönen die Wand des Sparkassengebäudes in Rotenburg schmücken: An der großen Straße hängt nun „Footprint“. Das Kunstwerk wurde kürzlich der Öffentlichkeit übergeben.
Zur Einweihung am Montag fanden sich dafür Vertreterinnen und Vertreter der Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) Ottersberg, der Sparkasse Rotenburg Osterholz, der Stadt Rotenburg und der Projekt-Jury an der Großen Straße ein. Auch ein großer Teil der Kunstinteressierten, die für das Projekt ihren Fußabdruck geliehen hatten, war anwesend.
Rotenburgerinnen und Rotenburger hatten zu Jahresbeginn Gelegenheit gehabt, ihren Fuß auf je eine Tonplatte zu drücken. Die gefärbten und gebrannten Platten sind nun Teil des bunten Ensembles an der Sparkassen-Fassade.
Studierende der HKS hatten das Konzept erdacht und nach Freigabe durch die Jury, in der auch die Stadt Rotenburg vertreten ist, am Sparkassenhaus umgesetzt. „Footprint“ soll zum Nachdenken über Nachhaltigkeit und unsere eigenen CO₂-Fußspuren anregen.
HKS-Professor Michael Dörner, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Thorben Prenntzell und Bürgermeister Torsten Oestmann sprachen zur Einweihung ein paar Worte – alle hoben auch sie die Bedeutung des CO₂-Fußabdrucks, den jeder von uns hinterlässt, für den Klimawandel hervor. „Wenn es zum Nachdenken anregt, dann zur richtigen Zeit und an der richtigen Stelle“, befand der Bürgermeister und erinnerte an die jüngsten Hitzerekorde und die neue Häufung der Tage, an denen an vielen Stellen in Deutschland über 40 Grad Celsius gemessen werden konnte.
Bei den Mitwirkenden schien vor allem die Freude über das Wiedererkennen der eigenen Abdrücke im Vordergrund zu stehen. Bei Getränken, Eis und Gesprächen klang die Veranstaltung aus.